Ganz aktuell ist dieses Review leider nicht mehr und ich hätte mir gewünscht, es schon wesentlich früher zu veröffentlichen aber es war eben auch einer meiner Wünsche, dies im rechten Licht und damit einem neuen Blog zu tun. Deshalb kommt nun mit Verspätung endlich das Review zu Battlesword von Iron Kobra.
Was hatte ich mich gefreut, die Scheibe endlich in Händen zu halten. Es ist zwar schon ein Weilchen her, seit dies passiert ist und in meinem Leben hat sich vieles getan, aber diesen Moment werde ich nicht vergessen, als ich mit zittrigen Händen den Umschlag öffnete, um die Battlesword-EP herauszunehmen. Die CD war original verschweißt und auf der Folie war ein Gruß der Band geschrieben, aber es half nichts – sie musste da raus! Andächtig blickte ich auf das, was ich nun in Händen hielt und Coverkünstler Breiti, der sich auch für das Logo des Steelborn Force Metalblogs verantwortlich zeigte hat ganze Arbeit geleistet und ein Motiv her gezaubert, wie es passender kaum sein könnte. Voller Kraft und irgendwie auch ein klein wenig verschroben und bizarr – ganz wie Iron Kobra eben! Es würde mich nicht wundern, wenn das Schwert mit der Schlange, die sich darum schlingt, irgendwann einen oder mehrere Körper in Form von Tattoos zieren würde.
Im Tray der CD-Hülle befinden sich einige japanische Schriftzeichen. Meiner ehemaligen japanischen Kollegin (vielen Dank, Kanako!) zu Folge bedeuten diese “Das Schwert der Schlange” – ich hoffe, ich konnte an dieser Stelle ein paar Leuten helfen, die darüber gerätselt haben.
Die Battlesword-EP startet mit ”Will of the Kobra” und geht damit schon in die Vollen – Iron Kobra lassen einem hier kaum Zeit zum Atmen. “Steamhammer” ist dann ein Song, der zur Zeit der Veröffentlichung der EP gänzlich neu war – das erste Demo steht ja seit geraumer Zeit zum kostenlosen Download bereit. Der Song dürfte der sicherlich schwächste im Programm der Band sein, was keinesfalls heißen soll, dass er schlecht ist. Er ist mitreißend, aber es fehlt ein wenig der Arschtrittfaktor; das letzte Quäntchen von etwas, für das ich keine Worte finden kann, wovon das anschließende “Divine Wind” aber wieder jede Menge zu bieten hat. In kurzen, knackigen 2 Minuten geht es hier mal wieder eine Thematik, die wie so viele bei Iron Kobra in Japan beheimatet ist. Wer mehr zum “göttlichen Wind” erfahren möchte, kann sich ja mal im entsprechenden Wikipedia-Artikel einlesen. Beim Hören von “Demon Queen” wächst merklich der sowieso schon vorhandene Drang, Iron Kobra endlich einmal live sehen zu können und lauthals “Burn the Suck-o-Bitch!” brüllen zu können. Mit “Heavy Metal Generation” folgt für mich das absolute Highlight der Band, das es aus absolut unverständlichen Gründen seinerzeit nicht auf das Demo geschafft hat, nun aber endlich zu hören ist. Ich musste jedoch leider feststellen, dass da ein wenig vom Tempo raus genommen wurde. Möglicherweise kommt es mir auch nur so zu, aber die Version, die man früher auf der MySpace-Seite zu hören bekam war ein ganzes Deut schneller und außerdem fehlt mir der Mitgröhlpart bei 3:45 – der wird live aber ganz schnell wieder eingeführt, Jungs! Mit “King of the road” folgt dann die mit Sicherheit größte Überraschung, die ich von Iron Kobra gewiss nicht erwartet hätte – eine reinrassige Powerballade; und was ich nicht für möglich gehalten hätte: es funktioniert! Es funktioniert sogar richtig gut! Die typische Kauzigkeit der Band bleibt erhalten und dennoch bleibt ein richtig schönes Stück, das man nicht nicht mögen kann – man muss es einfach lieben! Ich hätte das Lied sicherlich ans Ende der CD gepackt, denn die erzeugte Melancholie bleibt so nur den Bruchteil einer Sekunde erhalten, bis das wieder kräftig nach vorne treibende “Kobra Kursader” beginnt. Oft habe ich mich schon selbst dabei erwischt, wie ich, um mich selbst anzuspornen die Textzeile “With steel and metal and iron we fight” zitiert habe.
Ich liebe die Battlesword-EP! Sie zeigt Iron Kobra in aller ihrer Kauzigkeit inklusive Verspielern und weiß nicht nur zu überzeugen, sondern auch zu überraschen. Wer jetzt überzeugt wurde, sollte schleunigst zugreifen, falls dies noch nicht geschehen ist – viele Exemplare sind nicht mehr übrig.
Tracklist:
1. Will of the Kobra
2. Steamhammer
3. Divine Wind
4. Demon Queen
5. Heavy Metal Generation
6. King of the Road
7. Kobra Krusader
Line-up:
Sir Serpent – Gitarre, Gesang
Lord Python – Gitarre, Gesang
Don Viper – Bass, Gesang
Commander Conda – Schlagzeug



Hehe, keine Sorge, der Mitgröhlpart von HMG ist Live immer dabei, auf Scheibe wirkt das nur lächerlich
Und heißt das echt “Das Schwert der Schlange”? Haben einfach “Iron Kobra Battlesowrd” übersetzen lassen via Google. Egal, Schwert der Schlange klingt noch geiler nach so nem geilen Kung-Fu-Streifen^^
Pingback:Gründungsparty des Bavarian Metalheadz HMF e.V. | Steelborn Force